Urlaubszeit - Die schönste Zeit im Jahr ...
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Der Sommer kommt und alle freuen sich auf ihren langersehnten Urlaub. Das gilt auch für Hundebesitzer.
In wiefern es möglich und sinnvoll ist, dass unser Hund mit in den Urlaub kommt, hängt von mehreren Faktoren ab: |
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dem Ziel: Fernreisen z.B. sind nicht wirklich geeignet als Ziel mit Hund. Schon alleine der lange Flug (oft 10 Stunden und mehr) sollte uns davon abhalten, selbst bei kleinen Hunden die mit in den Passagierraum dürfen, wird das zu einer unglaublichen Strapaze für den Hund. Wie wollen wir unseren Urlaub gestalten. Z.B. eine Kreuzfahrt ist auch nicht der „Bringer“ aus der Sicht eines Hundes. Einreisebedingungen für Hunde im Urlaubsland. Diesbezüglich sollte man sich frühzeitig informieren, da die Bedingungen sehr unterschiedlich sind. Immer erforderlich ist ein EU-Ausweis mit gültiger Impfung und Chip-Nr. Welche Impfungen erforderlich sind ist länderspezifisch. Teilweise wird auch ein Gesundheitszeugnis verlangt. In vielen Ländern ist die Einreise von bestimmten Rassen verboten, gilt vorwiegend für sogenannte „Anlagenhunde“, welche Rassen dies betrifft ist wiederum länderspezifisch. Haltungsbedingungen für Hunde im Reiseland, z.B. in Italien dürfen die Hunde in Städten und Parkanlagen nicht abgeleint werden, die Leine darf nicht länger als eineinhalb Meter sein und es sollte ein Maulkorb mitgeführt werden. Wie gern gesehen man dort mit Hund ist, kann sich jeder selbst ausmalen. Gehen wir mal davon aus, dass wir uns entschieden haben, den Urlaub ohne unseren Liebling zu verbringen. Dann stellt sich doch gleich die nächste Frage. Wo bleibt er in dieser Zeit? Mit etwas Glück verreist nicht die ganze Familie und er kann in seinem gewohnten Umfeld bleiben. Oder nette und vertrauenswürdige Freunde oder Nachbarn übernehmen die Betreuung während unserer Abwesenheit. Bei diesen Varianten stehen unserem Vierbeiner nur minimale Veränderungen bevor und wir können uns wieder unseren eigenen Reisevorbereitungen widmen. Allerdings haben nicht alle Hundehalter das Glück auf solche Unterbringungen zurück greifen zu können. Dies wurde auch erkannt und es gibt ein immer größeres Angebot an Hundepensionen. Wie in jedem Gewerbe lockt auch hier das schnelle Geld und es ist nicht alles Gold was glänzt. Daher können wir nur raten, sich die Wahl der Hundepension nicht zu einfach zu machen und sich vor allem frühzeitig darum zu kümmern. Auch hier ist es wie so oft im Leben, die besten Angebote sind gleich vergriffen. Hier mal ein grober Überblick über die Arten von Hundepensionen:
Als Entscheidungshilfe hier ein paar Gedankenstützen:
VOR DER REISE: Reisetauglichkeit - Verträgt der Hund Klimawechsel/Klimaschwankungen? - Fährt der Hund gerne Auto, verträgt er Schiffsfahrten etc.? - Verträgt der Hund Futterumstellungen? - Ist er Veränderungen zumindest gewöhnt? - Ist er gesund und belastbar, Herz/Kreislauf ok (wichtig bei älteren Hunden)? - Kann er auch mal eine Weile alleine bleiben? - Kann er mit in Restaurants, auf Märkte, in Menschenmengen? - Ist er verträglich mit anderen Tieren, Artgenossen, Menschen? - Ist er gechipt oder trägt er ein Adressschild?
Liste fürs Urlaubsgepäck - Gültiger Impfpaß (und in manchen Ländern ein Gesundheitszeugnis) - Halsband und Leine (mit Adressanhänger) - Futtervorrat (ggf. Dosenöffner) - Trink- und Futternapf, Schlafunterlage, Wasser für die Fahrt - Zeckenzange - Kohletabletten gegen Durchfall, Betaisodona/Mercuchrom für kleinere Wunden, evtl. Tropfen/Tabletten gegen - Reiseübelkeit/Nervosität - Je nach Saison: Hirschtalg/Olivenöl gegen rissige Pfoten (Winterurlaub)
Einreisebestimmungen Hier zusammengefasst die Einreisebestimmungen für Hunde (ADAC, Stand Dezember 2002; ohne Gewähr): Belgien: Tollwutimpfung im internationalen Impfpass eingetragen Impfung mind. vor 30 Tagen, max. vor 12 Monaten Luxemburg: Tollwutimpfung im internationalen Impfpass eingetragen Impfung mind. vor 30 Tagen, max. vor 12 Monaten Niederlande: Tollwutimpfung im internationalen Impfpass eingetragen Impfung mind. vor 30 Tagen, max. vor 12 Monaten Die Einreise mit Hunden der Rasse Pit-Bull-Terrier ist verboten, mit ähnlich aussehenden Bull-Terrier-Rassen wie z. B American-Staffordshire-Terrier dagegen erlaubt. Bei den letztgenannten Rassen gilt Maulkorb- und Leinenpflicht. Frankreich: Tollwutimpfung im internationalen Impfpass eingetragen Impfung mind. vor 30 Tagen, max. vor 12 Monaten Tiere unter 3 Monaten benötigen Einfuhrerlaubnis Die Tiere müssen durch Tätowierung oder Mikrochip plus passendes Lesegerät identifizierbar sein (auch für Transit). Die Einreise mit Kampfhunden (Pittbulls, Boerbulls und Hunde der Tosa-Rasse) ist verboten. Für Rottweiler, Staffordshire Terrier und American Staffordshire besteht Maulkorb- und Leinenpflicht. Italien: Tollwutimpfung im internationalen Impfpass eingetragen Impfung mind. vor 20 Tagen, max. vor 11 Monaten Amtstierärztliches Gesundheitszeugnis (max. 30 Tage alt) im internationalen Impfpass eingetragen Maulkorb und Leine sind mitzuführen Österreich: Tollwutimpfung im internationalen Impfpass eingetragen Impfung mind. vor 30 Tagen, max. vor 12 Monaten Größere Hunde in der Öffentlichkeit angeleint und mit Maulkorb Schweiz: Tollwutimpfung im internationalen Impfpass eingetragen Impfung mind. vor 30 Tagen, max. vor 12 Monaten Amtstierärztliches Gesundheitszeugnis (max. 30 Tage alt) im internationalen Impfpass eingetragen Spanien: Tollwutimpfung im internationalen Impfpass eingetragen Impfung mind. vor 30 Tagen, max. vor 12 Monaten Amtstierärztliches Gesundheitszeugnis (max. 10 Tage alt) im internationalen Impfpass eingetragen Großbritannien: Achtung: 7 Monate Vorbereitungszeit! Microchip und Tollwutimpfung erforderlich, 30 Tage nach Impfung Blutprobentest und Wartezeit von 6 Monaten 24-48 Stunden vor Einreise muß Hund auf Bandwürmer und Zecken untersucht werden und von einem Amtstierarzt ein Gesundheitszeugnis ausgestellt werden. Sind die genannten Bedingungen nicht erfüllt muss eine Einfuhrgenehmigung beantragt werden und das Tier 6 Monate in Quarantäne Nur die folgenden Einreisewege sind möglich: Per Schiff von Calais und Ostende nach Dover Per Schiff vonCherbourg, Caen, St. Malo und Le Havre nach Portsmouth Per Schiff von Cherbourg nach Poole Per Schiff von Roscoff nach Plymouth Per Schiff von Calais nach Folkestone Per Flugzeug von Frankfurt nach London-Heathrow Informationen erteilt: Ministry of Agriculture, Fisheries and Food Animal Health Division A Hock Rise South, Tolworth,Surbiton Surrey KT6 7NE England Verboten ist die Einfuhr von Pitbull-Terriern, Japanese Tosas, Dogo Argentinos, Fila Brazilieros. Dies waren nur die häufigst angefragten Reiseländer Europas. Wenn Ihr genauere Auskunft möchtet, auch über andere europäische Länder und Einreisebedingungen, fragt nochmal bei mir nach und ich stelle Euch gerne Material zur Verfügung über Einreisebedingungen und über den Hund im Urlaub (allgemein). Die Bestimmungen für weitere Länder sind auch zu finden bei www.adac.de unter den Links Reiseservice - Reiseinfo A-Z - Länderservice. KRANKHEITEN: Leishmaniose Eine Schutzimpfung gib t es nicht, die Krankheit wird durch Blutparasiten (Fliegen) übertragen. Die Inkubationszeit (Zeit bis zum Ausbruch der Krankheit) kann Jahre dauern. Immer häufiger kommt sie in Spanien, Portugal, Italien, Madeira, Mallorca und Costa Blanca vor und Veterinäre raten, in der Ausschwärmzeit dieser Fliegen (17 bis 22 Uhr) die Hunde wenn möglich in der Wohnung zu behalten oder zumindest oben genannte Orte zu meiden. Symptome der Leishmaniose: - Geschwollene Lymphknoten - Schuppenbildung - Angeschwollene Schleimhäute - Hautentzündungen - Fellschäden - Schlecht verheilende, offene Stellen - Verhornungen und Schorfschicht an der Schnauze Überbewertet nicht die Gefahr einer Leishmanioseerkrankung, aber versucht prophylaktisch die genannten Gefahrenzonen/zeiten halbwegs zu meiden. Übrigens, bitte niemals eine Zecke auf dem Hund töten, denn im Todeskampf sondert sie besonders viel, eventuell infizierten, Speichel ab. Finger weg von Haarspray, Nagellack, Öl o.ä. - eine Zeckenzange genügt. Achtung beim Rausdrehen mit den Fingern, daß Ihr nicht das aufgenommene Blut wieder zurückdrückt. Filariose: Leider auch immer häufiger verbreitet ist eine sogenannte Herzwurmkrankheit, die allerdings, rechtzeitig erkannt, heilbar ist und gute Tierärzte sogar schon Prophylaxen anbieten. Zwar streitet man sich noch immer über Sinn und Unsinn, doch hilft verdünntes Teebaumöl zumindest unbedenklich und bedingt gegen Fliegenübergriffe. Weiteres mehr in Teil II. HITZSCHLAG: Immer wieder möchte ich Euch vor der verkannten Gefahr des Hitzschlages warnen. Symptome wie starkes Hecheln, Speichelfluß, Kreislaufkollaps, Todesangst und eine Körperinnentemperatur von über 40°C sind akute Hinweise auf eben einen solchen. Wenn passiert, versucht den Hund zu kühlen (behutsames Abspritzen mit kühlem Wasser), bis die Temperatur unter 39,5°C sinkt, dann ist der Hund transportfähig. Bietet reichlich kaltes Wasser an, haltet beim Baden den Kopf des Hundes stets absolut über Wasser und fahrt anschließend direkt zum Tierarzt.
VORSICHT: Besonders in südlichen Ländern wimmelt es von Hundefängern, Amateurschützen, die auf alles sich bewegende schießen und der Tierschutz wird nicht großgeschrieben, daher leint Eure Hunde an und nehmt wenn möglich ein buntes Halsband, Geschirr oder Tuch mit. Meidet weiterhin in Ländern wie Spanien, Korsika, Italien etc. kleinere Tümpel, Müllansammlungen und alle Orte, an denen sich besonders viele Mücken scharen, da leider heimtückische Krankheiten auf unsere Vierbeiner warten. |
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